FAQ zu Heißisostatischem Pressen (HIP) &
Pulvermetallurgie (Powder Metallurgy)

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um unsere Kernverfahren – Hot Isostatic Pressing (HIP) und Pulvermetallurgie (PM/HIP). Technische, prozessuale oder wirtschaftliche Themen – wir geben Ihnen eine fundierte Ersteinschätzung.

HIP ist ein Verfahren zur porenfreien Verdichtung metallischer Werkstoffe. Dabei werden Bauteile unter hoher Temperatur und isostatischem Gasdruck behandelt, um innere Defekte zu schließen und die mechanischen Eigenschaften zu verbessern. Es wird u. a. in der Additiven Fertigung, im Guss und bei PM-Rohlingen eingesetzt.
Pulvermetallurgie mit nachgeschaltetem HIP ermöglicht die Herstellung von Near-Net-Shape-Rohlingen mit hoher Dichte und Maßhaltigkeit. Durch den Entfall klassischer Gieß- oder Zerspanungsschritte lassen sich komplexe Bauteile wirtschaftlich und reproduzierbar fertigen – ideal für Serienproduktionen mit konstantem Bedarf.
Die wichtigsten Parameter sind:

  • Temperaturprofil (bis zu 1300 °C)
  • Gasdruck (bis zu 2000 bar)
  • Haltezeit (z. B. 2–4 Stunden je nach Material)
  • Haltezeit (z. B. 2–4 Stunden je nach Material)

Diese Parameter wirken direkt auf die Porenheilung, Kornstruktur, Eigenspannung und damit auf Dauerfestigkeit und Maßhaltigkeit.

Die Kosten sind abhängig von:

  • Größe und Gewicht des Bauteils
  • Material (z. B. Ti6Al4V, Inconel, CoCr)
  • Prozessaufwand und Prüfanforderungen
  • Chargengröße (Einzelteil oder Batching)

Ein standardisierter Kostenrechner ist in Planung – bis dahin erstellen wir individuelle Angebote auf Anfrage.

OWL dokumentiert alle prozesskritischen Schritte:

  • Material- & Batchzuordnung
  • HIP-Zyklusdaten inkl. Temperatur- & Druckkurven
  • Prüfprotokolle (NDT, Dichte, Mikrostruktur)n
  • Konformitätserklärungen bei Bedarf

Alle Daten werden intern archiviert und sind auf Wunsch vollständig abrufbar – als PDF oder maschinenlesbar.

Sie haben ein spezifisches Bauteil oder Projekt? In einem unverbindlichen Beratungsgespräch klären wir Potenzial, Machbarkeit und Prozesswahl.